Chronik

Hier möchten wir einen Überblick  über die Entwicklung des Repair-Cafés seit seiner Eröffnung im September 2013 geben.

CHRONIK 2013 - 2020

Frühjahr 2013: Eine Idee des Männerkreises

  • Wir schreiben das Jahr 2013…

…und zum ersten Mal trifft sich der neu gegründete Männerkreis der evangelischen Kirchengemeinde Hünxe, Pfarrbezirk Bruckhausen in den Räumen „Unsere Arche“. Was macht so ein Männerkreis? Warum soll es einen geben? Eine Diskussion darüber entsteht und nicht nur Themen wie „Männer, Gott und die Welt“ kommen zur Sprache.

Einen besonderen, etwas neueren und praktischen Gedanken bringt Johannes Pütter ein, der großen Anklang findet. Nach kurzer Diskussion im Männerkreis ist eine große Mehrheit für diese Idee zu haben und so wird im April 2013 vereinbart ein
Repair-Café zu gründen.

Sofort beginnt die Prüfung, ob die Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Das Ergebnis wird dem Presbyterium vorgelegt, welches zeitnah sein OK gibt. Nun können wir das Projekt Repair-Café Hünxe-Bruckhausen starten.

12. September 2013: Start

  • Das Repair-Café wird eröffnet. 

Im Foyer der evangelischen Kirche „Unsere Arche“ in Hünxe-Bruckhausen, Danziger Platz 10 warten viele Reparateure auf Geräte, die sie gern reparieren würden. Bürgermeister Hermann Hansen hält die Eröffnungsrede und bietet die Unterstützung der Hünxer Kommunal-Verwaltung an. Sogar die lokale Presse, Funk und Fernsehen (WDR-Lokalzeit) berichtet über das

1. Repair-Café am Niederrhein.

Oft sind es Kleinigkeiten: Der Stecker vom Bügeleisen ist ab, das Kabel vom Toaster ist lose, die Bremse am Fahrrad klemmt, das Stuhlbein ist gebrochen, die Lampe funktioniert nicht. Viele Menschen wissen nicht wie man kleine Defekte an Elektrogeräten, Zweirädern oder Spielzeug reparieren kann. Menschen kaufen oft lieber sofort etwas Neues.

„Im Repair-Café möchten wir beweisen, dass es auch anders geht“, sagt Johann Friedrich „Fitti“ Hoffmann. Auch er gehört zu den Senioren (meist Rentner und Pensionäre) des Männerkreises. „Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe an, um gemeinsam dem Wegwerf-Trend zu begegnen.“

 

05. Juli 2014: Unser Lindenblatt

  • Artikel im Lindenblatt (Zeitschrift der Wirtschaftsgemeinschaft Hünxe e.V.)

„Das Repair Café in Bruckhausen“

Hilfesuchende Bürger:innen treffen auf technisch versierte Ehrenamtler:innen bei Kaffee und Schraubenzieher. Warum werfen wir heute Gegenstände weg, wenn sie plötzlich nicht mehr ihre originäre Aufgabe erfüllen? Schnell ist etwas Neues gekauft, und das defekte Gerät landet auf dem Schrott. Das Wort „Reparieren“ kommt heute nur noch wenigen Menschen in den Sinn – auch weil es die Werbung so vermittelt!

„So nicht!“ hat sich der Männerkreis der Arche in Bruckhausen gesagt und ein sogenanntes Repair Café gegründet. Seit Sommer letzten Jahres öffnet das Café einmal monatlich für 4 Stunden und bietet fachkundige Hilfe bei der Reparatur von Alltagsgegenständen an. Neben elektrischen Haushaltsgeräten gilt das auch für Fahrräder, Wanduhren und für Ausbesserungen an Textilien. Auf den Reparaturtisch kommt im Prinzip alles was tragbar ist.

Die Idee des Repair-Cafés stammt aus Holland und wird dort seit einigen Jahren in fast jedem Ort gelebt. In Bruckhausen bieten die Helfer des 10-köpfigen Männerkreises bei Kaffee und Kuchen und bei einem kleinen Schwatz ihre ehrenamtliche Hilfe kostenfrei an. Lediglich Ersatzteile sind kostenpflichtig. Selbstverständlich ist gegen eine Spende nichts einzuwenden, mit der die Truppe ihr zunächst privat genutztes Werkzeug nach und nach ersetzt und ergänzt.

Neben den sozialen Aspekten greift das Repair Café auch das Thema der aktuell diskutierten Nachhaltigkeit auf. Sowohl Materialressourcen als auch Energie zur Herstellung der Geräte werden geschont bzw. eingespart.
Im Prinzip „gelebter Umweltschutz“!

Das Repair Café trägt außerdem dazu bei, durch die gemeinsame Reparatur mit den Expert:innen, Reparatur-Kenntnisse zu ver-mitteln und den Mut zu stärken, sich selbst wieder an Reparaturen zu wagen.

Inzwischen ist das Repair Café zu einem neuen Dorf-Treffpunkt geworden, der über die Grenzen von Bruckhausen bekannt ist. Selbst von der anderen Rheinseite aus Alpen, Moers oder Rheinberg kommen Hilfesuchende und nutzen die Unterstützung des Teams.

11. September 2014: Repair-Café im Dienst der Gemeinde Hünxe 

  • Fahrräder für Flüchtlinge.

Eine außergewöhnliche Reparaturanfrage für das Repair-Café-Team kommt von der Gemeindeverwaltung Hünxe.

Es sollen den neu angekommenen Asylsuchenden Fahrräder zur Verbesserung ihrer Mobilität zur Verfügung gestellt werden. Hierzu übergibt uns die Gemeinde aus ihrem Fundus gebrauchte Räder, die alle nicht mehr verkehrstauglich sind. In etlichen Sonderschichten werden von dem Mechaniker-Team Udo Wülbeck und Peter Wagner aus insgesamt 12 Fundrädern wieder 7 verkehrssichere Räder zu-sammengesetzt.
Notwendige Ersatzteile zur Ergänzung der Bremseinrichtungen und Beleuchtung steuert das Repair-Café bei.

Heute, am 11.9.2014 erfolgt die Übergabe der Räder an Frau Geßmann von der Gemeinde Hünxe und an die zukünftigen Nutzer:innen.
Über die gelungene Verwendung der alten Schätzchen freuen sich sowohl Frau Geßmann, die Beschenkten als auch das Mechaniker-Team, das  auf diesem Weg dankbare Abnehmer:innen findet.

Ergänzung der Meldung am 24.10.2014: 

Damit ist die Aktion aber noch nicht beendet. Durch die Veröffent-lichung in den lokalen Medien melden sich in den folgenden Wochen Bürger:innen aus Hünxe und der näheren Umgebung beim Repair-Café, noch ungenutzte Fahrräder teils im guten Zustand, teils mit kleinen Mängeln in ihren Garagen oder Kellern stehen haben und diese ebenfalls den Asylsuchenden bereitstellen wollen. Auf diesem Wege kommen weitere 15 Fahrräder zu den Bedürftigen.

05. Juli 2014: Fahrräder für Flüchtlinge in Gartrop

  • Die Männer des Repair-Cafés in der Bruckhausener „Arche“ machen ausgediente Drahtesel wieder fahrtüchtig.

„Wir machen das mit. Das ist eine tolle Sache“, sind sich die Männer des Repair-Cafés in Bruckhausen schnell einig. Sieben Fahrräder haben wir wieder auf Vordermann gebracht und jetzt Asylsuchenden übergeben, die derzeit in Gartrop in einem ehemaligen Kindergarten untergebracht sind.

Über Frau Geßmann von der Gemeindeverwaltung Hünxe kommt der Kontakt zum Repair-Café zustande, um den Asylsuchenden zu mehr Mobilität zu verhelfen. Denn bisher ist es ihnen kaum möglich, die Deutschkurse der Caritas und die Integrationsangebote, zum Beispiel des Sportvereins in Hünxe, zu besuchen. Die räumliche Trennung zeigt sich als Hemmnis.

„Man bietet den Leuten eine große Chance“ so bewertet Frau Geßmann die Möglichkeit für die Gruppe, zwar ohne den Bus, aber schneller als zu Fuß unterwegs zu sein. „Daran haben wir vier Tage gearbeitet“ sagt Peter Wagner über den Zeitaufwand, der nötig war, um die Räder („teils Schrottmöhrchen“) wieder zum Rollen zu bekommen. „Aus zwölf Rädern sechs gemacht“, beschreibt Udo Wülbeck das Prinzip der Reparatur.

Dabei kommt den Männern des Repair-Cafés auch der Zufall zur Hilfe, erzählt Fitti Hoffmann. Eine Kundin, die eigentlich eine reparierte Uhr abholen will, hört von der Fahrrad-Aktion und gibt einen weiteren, bislang im Keller geparkten Drahtesel als Geschenk dazu. Auf diese Weise kommen die Ehrenamtlichen auch an viele neuwertige Ersatzteile. „Die Leute können es kaum erwarten“, beschreibt Frau Geßmann das Interesse der neuen Fahrradbesitzer:innen aus Syrien und Neu-Guinea. Oft fragen sie nach, ob die Räder bereits fertig sind.
Frau Geßmann ist überzeugt, dass die neue Mobilität ihnen auch helfen wird, die alltägliche Langeweile etwas zu lindern, da Asylsuchende nicht arbeiten dürfen.

Geht die Kooperation zwischen der Gemeinde und den Ehrenamtlichen weiter? Es sieht ganz danach aus. „Da spielen wir mit“, sind sich die Männer einig, denn Frau Geßmann betont, es gäbe weiteren Reparaturbedarf. An der Unterkunft am Sternweg stünden etliche Räder, die noch eine kundige Hand gebrauchen könnten. „Wir sind ja jetzt im Training“ sagt Udo Wülbeck lachend dazu. Und wenn die neuen Fahrradfahrer:innen mit ihren Drahteseln ein Problem haben sollten, können sie sich gern wieder an das Repair-Café in Bruckhausen wenden.

25. Juli 2015: 300 Euro für die Fahrradwerkstatt 

  • Medienberichte  

Das Repair-Café in Bruckhausen ist inzwischen eine feste Einrichtung für neu ankommende Flüchtlinge geworden. Die von der Gemeinde Hünxe und spenden-freudigen Mitbürger:innen bereit-gestellten Fahrräder müssen jedoch häufig vor der Übergabe an die Flüchtlinge in einen verkehrstüchtigen Zustand gebracht werden, was die ehrenamtlichen Mitglieder des Repair-Cafés übernehmen. Manchmal gelingt es, aus zwei defekten Rädern ein komplettes zu machen, manchmal sind durch zugekaufte Ersatzteile die Fahrräder wieder fahrtüchtig herzustellen.

Inzwischen sind mehr als 30 Fahrräder durch das Repair-Café über-geben. Viel Arbeit steckt auch in der laufenden Reparatur, sei es, dass die Bremsanlage, die Lichttechnik oder aber die Bereifung repariert oder erneuert werden muss. Selbst vor der Erneuerung der Gangschaltung oder kompletter Laufräder schreckt das Repair-Café-Team nicht zurück.

So stehen jeden Donnerstagmorgen einige Flüchtlinge mit ihren defekten Rädern an und reparieren zum Teil gemeinsam mit dem Team. Für notwendige Ersatzteile hat die katholische Kirchen-gemeinde in Hünxe sich aktuell mit einer Geldspende aus dem Erlös des Sommerfestes in Höhe von 300,00 Euro beteiligt. Hans-Peter Gietmann, stellvertretender Vorsitzender im Kirchenvorstand Sankt Albertus Magnus, überreicht den Scheck an Udo Wülbeck, Repair-Café Bruckhausen.

 

27. Oktober 2015: Ehrenamtspreis

  • Ehrenamtspreisverleihung durch Landrat Ansgar Müller an das Repair-Café Hünxe- Bruckhausen 

Am 27.Oktober 2015 hat der Landrat die diesjährigen Preis-träger:innen des Ehrenamts-Preises in das Kreishaus nach Wesel eingeladen. Schon im September ist das Repair-Café darüber informiert worden, dass es auch zu den glücklichen Preis-träger:innen gehört.

Neben acht weiteren Preisträger:innen aus der Kategorie „Projekte“ würdigt Landrat Ansgar Müller die Idee und das besondere Engagement des Repair-Cafés.

Mit dem Ehrenamts-Fond soll das freiwillige Engagement im Kreis Wesel besonders herausgestellt werden, um das Interesse für die Mitgestaltung weiter zu fördern. Der Fond ermöglicht es, Projekte und Personen besonders zu würdigen und in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken.

„Nicht nur drüber reden, sondern auch tun“ ist der Tenor seiner Laudatio, mit der er das Engagement aller Preisträger:innen würdigt. Besonders hebt er bei der Preisvergabe an das Repair-Café die zusätzlichen Reparaturen von Fahrrädern für Flüchtlinge hervor. Erwähnt wird auch, dass diese sich aktiv an den Reparaturen beteiligen. Das Team des Repair-Cafés trägt auf diesem Weg auch zur Integration der Flüchtlinge bei.

Mit der Urkunde des Ehrenamts-Fonds überreicht der Landrat einen Scheck in Höhe von 1.400,00 Euro. Eine gute Basis zur Er-weiterung der Werkzeugausstattung.

25. Oktober 2017: 3. Regionaltreffen der Repair-Cafés nördliches Ruhrgebiet 

  • Gedanken- und Erfahrungsaustausch. 

Zu einem Gedanken- und Erfahrungsaustausch treffen sich am 20. Oktober 2017 Mitglieder:innen von 12 Repair-Cafés in den Räumen der ev. Kirche in Hünxe-Bruckhausen. Pfarrerin Ortrun Hillebrand weist in ihrer Begrüßung auf den sozialen Aspekt der Einrichtung als Beitrag zu einem gelungenen Gemeinschaftswesen und die aktive Umsetzung des Umweltgedankens bezüglich Ressourcen-schonung und Nachhaltigkeit hin. Die anschließende Begehung der Repair-Café-Werkstätten (Elektrowerkstatt und Fahrradkeller) machen deutlich, dass das Repair-Café Hünxe-Bruckhausen hervorragende Bedingungen für seine Arbeit gefunden hat, da es über reservierte Räume in der ev. Kirche verfügen kann. Dies ist bei vielen anderen Repair-Cafés nicht der Fall, bei denen jede Veranstaltung durch Auf- und Abbau der Reparaturumgebung vor- und nachbereitet werden muss.

Mit Kerstin Ramsauer von der Verbraucherzentrale NRW (Team Initiativberatung) hat das Repair-Café eine Referentin zum Thema „Lokale Pressearbeit – wie kommt unsere Initiative in die Medien“ gewonnen. Ein Thema, das von den technisch orientierten Reparateuren häufig vernachlässigt wird. Anhand von Beispielen erfährt das Team konkrete Möglichkeiten wirksamer Öffentlichkeits-arbeit. Ein interessanter Beitrag von Jörg Haase, Repair-Café Castrop-Rauxel, über das französische Verständnis des Repair-Cafés und deren Kultur im Saarland und Frankreich ergänzt das Bild, dass jedes Repair-Café seine eigene Form finden muss, um seine Dienstleistungen an die Frau/den Mann zu bringen. Wichtig auch sein Angebot, die Zusammenarbeit zwischen den Repair-Cafés durch gemeinsame Schulungsmaßnahmen zu fördern. Ein Themenkatalog mit Vorschlägen liegt bereits vor. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, die mit einem Treffen im Repair-Café Goch im Frühjahr nächsten Jahres fortgeführt wird.

17. Oktober 2018: Repair-Café Hünxe wird fünf Jahre alt 

  • Mitglieder:innen des Repair-Cafés reparieren seit 2013 alles, was sonst wohl auf dem Müll landen würde. 

Als im September 2013 zum ersten Mal das Repair-Café in Hünxe-Bruckhausen zum gemeinsamen Reparieren von Alltagsgegen-ständen einlädt ist noch nicht absehbar, wie die neue Einrichtung in der evangelischen Kirche von den Bürger:innen aufgenommen wird.

Seit aber Presse und Fernsehen das Repair-Café mit ihrer Berichterstattung und positiver Darstellung aktiv unterstützen nimmt das Team schnell Fahrt auf. Schon innerhalb von eineinhalb Jahren kann das Café den tausendsten Gegenstand registrieren, der zum Reparieren ins Café gebracht wird.

 

18. Oktober 2018: Repair-Cafè Hünxe Bruckhausen erhält Klimaschutzflagge 

  • Stellvertretend für alle im Kreis Wesel wurde dem Team in Hünxe-Bruckhausen die Klimaschutzflagge verliehen.

Medienberichte

Manni Breuckmann moderiert launig im Rathaus: „Die Welt schaut heute auf Kattowitz und Hünxe. Aber in der Gemeinde Hünxe ist es schöner, hier muss man nicht mit einem Tuch vor der Nase herumlaufen“, beginnt er seine Anmoderation im Sitzungssaal des Hünxer Rathauses. Die Rundfunklegende fährt fort: „Ich habe knallhart recherchiert und freue mich, dass alle 13 Kommunen im Kreis Wesel im Klimabündnis sind.“

Anlass seines Besuches mit launiger Moderation („das Ereignis wird in 97 Länder übertragen“) ist die Auszeichnung des Repair-Cafés Hünxe-Bruckhausen mit der Klimaschutzflagge – stellvertretend für alle zehn Repair-Cafés im Kreis Wesel. Geehrt werden damit Unternehmen, Initiativen oder Privatpersonen, die aktive Beiträge zum Klimaschutz leisten und somit für eine saubere Umwelt beitragen. Ziel des Repair-Cafés – die Idee stammt aus den Niederlanden – ist es, defekte Gegenstände (meist aus dem Haushalt) zu reparieren und auf diese Weise zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Konsum-verhalten mit beizutragen.

„Ich freue mich, dass die Idee von Hünxe aus im Kreis Wesel Schule gemacht hat“, sagt Bürgermeister Dirk Buschmann, und spricht über CO2-Freisetzung und Folgen des Klimawandels. „Was könne man selbst tun? – „Kleine Schritte gehen, wie etwa das Repair-Café.“

In Vertretung des erkrankten Landrats überreichen Michael Maas, Fachbereich Bildung und Gesundheit, Kreis Wesel („wir müssen einen Bewusstseinswandel schaffen“), sowie Martin Müller, Archäologischer Park Xanten („wir hatten die Auszeichnung im Vorjahr“) die Klima-schutzflagge an Ideengeber Johannes Pütter, Repair-Café Hünxe-Bruckhausen, der mit vielen Mitarbeiter:innen seines jetzt 20-köpfigen Teams erschienen ist. Alle haben sich die zum fünfjährigen Bestehen eigens kreierten himmelblauen T-Shirts angezogen, was Manni Breuckmann (bekennender S04-Fan) zur Bemerkung veranlasst: „Die könnten etwas kräftiger sein.“ Und als Dirk Buschmann später symbolisch ein defektes Elektrogerät reparieren soll, sagt der Moderator: „Schauen wir uns dieses hässliche schwarz-gelbe Teil mal an.“

In einer lockeren Talk-Runde mit Manni Breuckmann bedankt sich Johannes Pütter im Namen seiner Kolleg:innen – auch drei Frauen für Näharbeiten und zum Kochen gehören dazu – für die „große Über-raschung“. Bis zu 30 Haushaltsgeräte würden monatlich repariert. „Unsere Erfolgsquote liegt bei etwa 70 Prozent.“ Manni Breuckmann spricht von einer „sinnvollen Sache als integrativer Bestandteil des Hünxer Gemeindelebens.“

18. Oktober 2018: Repair-Café spendet für Friedensdorf 

  • Repair-Café spendet fürs Friedensdorf 

 Medienberichte

Viele Dinge sind zu schade zum Wegwerfen. Doch nicht jede/r hat die Begabung, kleine Reparaturen selbst auszuführen. Gut, dass es das Team des Repair-Cafés gibt. Die schaffen das. 

Im Rahmen der Feier zum 5-jährigen Bestehen überreicht Johannes Pütter für das Repair-Café Hünxe-Bruckhausen Lothar Mertens, Friedensdorf Oberhausen, einen Scheck über 500,- Euro. Geld, das von den vielen kleinen Spenden der Besucher:innen nicht für Werkzeug oder Ersatzteile benötigt wurde. Waltraud Schilling, stellvertretende Bürgermeisterin, spricht für die Gemeinde Hünxe dem Team ihre Glückwünsche aus und wünscht weiterhin viel Erfolg mit seinem sozialen Engagement. Auch Vertreter der politischen Parteien SPD, CDU, Grüne und UWH sind erschienen und schließen sich den Glückwünschen an.

26. September 2019: Spende von Nachbargemeinschaft Meesenweg 

  • Medienberichte

Anlässlich der „2. Nachbarschaftsfeier Meesenweg“ in Hünxe-Bruckhausen überreicht die Gastgeberin Rita Zube mit einigen Organisator:innen den Überschuss ihrer Feier vom 10. August in Höhe von 205,00 € an Hans Alefs und Peter Wagner für das Repair-Café Hünxe Bruckhausen (Bild: 1. und 3. von links).

Die Nachbargemeinschaft hatte ein schönes Fest mit großer Beteiligung und viel Spaß ausgerichtet. Schon zu Beginn stand bei den Organisator:innen fest, dass falls Geld übrig bleibt, dieses einem gemeinnützigen Zweck gespendet werden soll. Aus dem Orga-Team kam der Vorschlag, das Geld dem Repair-Café zu spenden, und die anderen Anwesenden stimmten sofort zu. Das Repair-Café bedankt sich herzlich und will das Geld verant-wortungsvoll für fehlendes Werkzeug einsetzen.

25. November 2019: Geschenkaktion Wunschbaum

  • Medienberichte  

An der Geschenkaktion für Kinder aus Familien in der Gemeinde Hünxe, für die ein Wunschgeschenk zu Weihnachten von den Eltern nicht ohne weiteres verwirklicht werden kann, beteiligt sich in diesem Jahr auch das Repair-Café Hünxe-Bruckhausen.

Dazu können die betroffenen Kinder ein Wunschgeschenk im Wert von bis zu 25 Euro auf eine Karte schreiben und sie an dem Wunschbaum, der im Rathaus aufgestellt ist, befestigen.

Das Repair-Café übernimmt für 10 Kinder die Kosten und wünscht ihnen auf diesem Weg viel Freude mit dem Wunschgeschenk.

CHRONIK 2020 - 2023

September 2020: C O R O N A

  • Repair-Café muss schießen. 

Auch das Repair-Café muss aufgrund der Gefährdungslage durch die Corona-Pandemie seine Tätigkeiten einstellen. 

7. Juni 2021: Johannes Pütter

  • Repair-Café trauert um Johannes Pütter

Tieftraurig sind wir über den plötzlichen Tod von Johannes Pütter, der nach einer kurzen, schweren Krankheit im Juni 2021 verstorben ist. Als sich eine neue Männergruppe in der ev. Kirche Hünxe-Bruckhausen „Unsere Arche“ gefunden hatte, brachte er dort im April 2013 die Idee ein, ein Repair-Café zu gründen. Schnell waren einige Männer und auch Frauen gefunden, die große Lust hatten, diese tolle Idee zu verwirklichen.

Als Initiator kümmerte sich Johannes intensiv um die Organisation – mit allem was dazu gehört – und im September 2013 wurde dann mit großem Erfolg das erste Repair-Café  am Niederrhein in „Unsere Arche“ eröffnet.

An der Entwicklung zu einer wertvollen Gemeinschaft mit vielen gemeinsamen Aktivitäten – vom wöchentlichen Reparieren bis hin zu Freizeitgestaltung der Gruppe mit z.B. Bootstouren – hatte er den meisten Anteil.

Die gute Qualität des Repair-Cafés, die er maßgeblich mit geprägt hatte, führte zu Auszeichnungen wie dem Ehrenamtspreis und der Klimaschutzflagge.

5. Juli 2021: Das Repair-Café öffnet wieder

  • Corona-Beschränkungen sind gelockert. 

Nach vielen Monaten des „Nichtstuns“, bedingt durch Corona, nimmt das Repair-Café seinen Reparaturbetrieb wieder auf. Der erste Besuchertag ist der 9. September 2021, in der üblichen Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr.

„Wir Expert:innen sind sehr motiviert, endlich wieder defekte Geräte aller Art reparieren zu können und freuen uns über Besucher:innen, die uns ein defektes Teil anvertrauen, damit es seine vorgesehene Funktion zurückbekommt“, sagt Hans Alefs vom Team des Repair-Cafés. Das sei eine sogenannte Win-Win-Situation: “Unsere Besucher:innen freuen sich über ihre wieder funktionierenden Geräte. Und wir freuen uns darüber, dass wir unser gelerntes Handwerk wieder erfolgreich einsetzen können. Damit schonen wir Ressourcen und Umwelt.“ Die Idee des Repair-Cafés kann nach langer Zeit wieder umgesetzt werden.

4. Juli 2021: Flutkatastrophe im Ahrtal

  • Flutkatastrophe Ahrtal

Eine gigantische Flutwelle im Ahrtal forderte viele Menschenleben. Viele Bewohner:innen verlieren ihre Existenzgrundlage und stehen vor den Trümmern ihres Hab und Guts. Das Repair-Café beschließt, die Menschen in den betroffenen Gebieten mit einer Spende zu unterstützen.

22. Oktober 2021: Heimatpreis 2021

  • Das Engagement des Repair-Cafés wird mit dem 3. Preis belohnt 

Mit dem „Heimat-Preis“ würdigt die NRW-Landesregierung heraus-ragendes Engagement und wertschätzt geleistete Arbeit von Menschen.

Die Gemeinde Hünxe hat auch im Jahr 2021 den Heimatpreis vergeben. Die Jury, bestehend aus Vertretern der Hünxer Politik, hat sich anhand der festgelegten Preiskriterien für folgende Organisationen bzw. Vereine entschieden:

 

– Tambourkorbs Drevenack 1900 e.V. (Preisgeld 2.500,00 €)
– Hünxe summt e.V. (Preisgeld 1.500,00 €)
– Repair-Café der ev. Kirchengem. Hünxe-Bruckhausen (Preisgeld 1.000,00 €)

Die Preisgelder werden im Rahmen des Heimat-Förderprogramms des Landes NRW durch die Gemeinde Hünxe an die Preisträger:innen weitergeleitet. Leider muss in diesem Jahr erneut auf eine Preisverleihung im großen, feierlichen Rahmen verzichtet werden. Stattdessen wird unter Einhaltung der 3G-Regelung bei einer kleinen Zusammenkunft im Sitzungssaal des Hünxer Rathauses den Vertreter:innen der drei Preisträger:innen ein entsprechender Scheck überreicht.

 

September 2021 / September 2022: Nähmaschinen für Namibia

  • Das Repair-Café Hünxe ist gefragt. 

September 2021 Sammel- und Spendenaktion
“Nähmaschinen für Namibia“.

Expertenteam übernimmt bei 17 Maschinen die Funktionsprüfung und Reparatur.

Auf Vorschlag des Namibia-Partnerschafts-Komitees in Wesel wird eine Aktion ins Leben gerufen, an der sich spontan auch das Repair-Café Hünxe-Bruckhausen beteiligt. „Spenden Sie Ihre nicht mehr genutzte Nähmaschine für den Girls Clubs im Kreis Otjiwarongo.“ So lautet der Aufruf in der Presse. In acht Gemeinden Namibias gibt es Mädchen-gruppen, denen mit den gespendeten Maschinen gezeigt werden kann, wie man Covid-Masken und Monatsbinden näht. Neben der Eigen-versorgung in den Clubs werden auch noch besonders arme Menschen im Umfeld mit dringend benötigten Hygienemitteln ausgestattet.

Das Repair-Café Hünxe-Bruckhausen übernimmt die Aufgabe, die Nähmaschinen vor der Verschickung einer finalen Kontrolle zu unterziehen. „Wir haben 17 Nähmaschinen überprüft, und 15 davon können repariert weitergegeben werden.“ freut sich Hans Alefs vom Repair-Café. Die Funktionsprüfung übernimmt Schneidermeisterin Berti Neumayr, kleine Elektroreparaturen sowie das notwendige Ölen fast aller Geräte obliegt einer vierköpfigen Expertengruppe. „Nach fünf Stunden Arbeit können wir die Nähmaschinen nun für die Verschickung nach Namibia an den Organisator weitergeben.“ so Hans Alefs.

Die Aktion geht weiter.

September 2022 – Repair-Café repariert erneut gespendete Nähmaschinen für Mädchen in Namibia

Die Experten des Repair-Cafés Hünxe Bruckhausen sind wieder aktiv, um – wie bereits im September 2021 – gespendete Nähmaschinen auf ihre Einsatzfähigkeit zu überprüfen. Alle Nähmaschinen wurden gereinigt, geölt, mechanisch und elektrisch überprüft und dann von Schneidermeistern Berti Neumayr auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Nach siebenstündiger Arbeit können mit dieser Aktion jetzt von 18 gespendeten Maschinen 15 Stück als funktionstüchtig den Vertretern des Partnerschaftskomitees Namibia, Christoph und Margret von Derschau, übergeben werden.

„Der Reparaturaufwand war zwar groß, aber unser Team hat ihn gerne in Kauf genommen, da es uns ein besonderes Anliegen ist, die ‘Girls Clubs‘ im Partner-kirchenkreis Otjiwarongo zu unterstützen. Jederzeit auch gerne wieder!“ so Hans Alefs gegenüber der Presse. Die Vertreter des Komitees danken dem Team des Repair-Cafés und freuen sich über die geleistete wertvolle Hilfe.

Januar 2023: Wachskerzen-Sammlung für die Ukraine

  • Über 150 Kilo Kerzenreste. 

Am ersten Tag der gestarteten Sammelaktion des Repair-Cafés ist das Ergebnis überwältigend. 150 Kilogramm Kerzenreste werden im Foyer der ev. Kirche Hünxe-Bruckhausen abgegeben. Insgesamt werden 1600 kg Kerzenreste allein in den Räumen der Kirche gesammelt, die in zwei Fuhren abgeholt werden.

Aus einem Kilo Wachs können bis zu fünf „Büchsenlichter“ gegossen werden. Ein Büchsenlicht hält fast zwölf Stunden und hilft den Menschen in der Ukraine in der Not des Krieges. An den kommenden Donnerstagen werden weitere Kerzenreste ange-nommen. Eine Besucherin hat sogar extra Kerzen gekauft, um sie hier zur Verfügung zu stellen. Das Presbyterium und das Repair-Café bedanken sich bei den Bürger:innen Bruckhausens und anderer Besucher:innen für diese Hilfeleistung.

Januar 2023: Das Repair-Café stellt sich neu auf.

  • Ab 2023 bietet das Repair-Café neuen Service an.

Abendtermin! Das Repair-Café Hünxe-Bruckhausen bietet zukünftig einmal im Quartal Abendbesuchern die Möglichkeit, defekte Geräte zur Reparatur abzugeben. Diese zusätzlichen Öffnungszeiten sollen vorrangig den Besuchern vorbehalten bleiben, die vormittags aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder aus anderen Gründen nicht zum Repair-Café kommen können. Die Termine werden einmal pro Quartal an den üblichen Öffnungstagen angeboten und in der Presse bzw. auf unserer Homepage bekannt gegeben.

Messerschleifen! Nur nach Absprache mit unserem Experten bieten wir auch diesen Service an. Während der Öffnungszeiten können Termine im Repair-Café abgesprochen werden.

Neues Logo!  Das Repair-Café hat ein neues modernes Logo . Damit passen wir uns auch optisch der weltweiten Repair-Café-Gemeinde an.

 

Repair-Café digital und online! Mit einem neuen von unserm Repair-Café entwickelten Programm erfassen wir ohne den Datenschutz zu verletzen unsere Reparaturen in digitaler Form. Eine  Statistik über Besucheranzahl, Reparaturquote, Altersdurchschnitt etc. ist automatisch jederzeit aktuell verfügbar. Auch ein befreundetes Repair-Café arbeitet schon mit unserem Programm.

Unsere Homepage wird regelmäßig aktualisiert und modernisiert.

21. Juni 2023: Preisverleihung VOLKSBANK RHEIN-LIPPE EG

  • Repair-Café wird mit dem 2. Preis gewürdigt.


Mit dem „Mitgliederpreis“ der VOLKSBANK RHEIN-LIPPE wird in diesem Jahr das Repair-Café für seine nachhaltige Arbeit mit dem 2. Preis belohnt.

In einer großen Mitgliederversammlung wird die Urkunde feierlich  an Udo Wülbeck und Hans Alefs übergeben. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1500,00€ sind Anschaffungen zur besseren Ausstattung des Repair-Cafés möglich. Des Weiteren werden gemeinsame Aktionen z.B. Freizeitaktivitäten damit bezuschusst.

Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit in der Öffentlichkeit eine hohe Bedeutung und Wertschätzung erhält und bedanken uns bei der VOLKSBANK RHEIN-LIPPE EG ganz herzlich.

 

07. September 2023: 10 Jahre Repair-Café Hünxe

  •  10 Jahre Repair-Café Hünxe

Unser Repair-Café feierte am 7. Sep. 2023 sein 10jähriges Jubiläum. Wir sind das erste Café am Niederrhein gewesen, das sich der Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit verschrieben hat. Unsere Arbeit wurde bereits durch mehrere Preise honoriert.
Es war eine gelungene Veranstaltung, in der sich das Repair-Café neu präsentieren und auf die erfolgreichen Jahre zurückblicken konnte. Wir bedanken uns an dieser Stelle für das Interesse unserer  Besucher und die Unterstützung unserer Arbeit durch wohlgemeinte Spenden.




 

18. Juli 2023: Repair-Café besucht Villa Hügel

  • Repair-Café Hünxe besucht Villa Hügel

Ja, wir haben uns auch in 2023 eine kleine Tour gegönnt. Leider konnte dieses Jahr aber nur eine kleine Gruppe unserer Expertinnen und Experten am Ausflug teilnehmen. Wir besuchten am 18. Juli die Villa Hügel oberhalb des Baldeney-Sees, die in diesem Jahr auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Interessiert konnten die Teilnehmer einer Führung durch Gemächer folgen, die normalerweise nicht für Besucher geöffnet sind. Es war schon beeindruckend, welche Techniken die Krupps bereits im 19. Jahrhundert genutzt haben. Badezimmer mit fließendem warmen u. kaltem Wasser; Heizungen und Lüftungsanlagen, die das Gebäude mit Wärme versorgten. Eine große Orgel sorgte schon damals für die Unterhaltung der Gäste, die im großen Festsaal feierten …

Nach reichlich Kultur und Geschichte endete der diesjährige Ausflug in den „Süd-Tiroler Stuben“ am Baldeneysee. Bei optimalen, fast schon zu hohen Temperaturen konnte man sich gut wieder regenerieren und ließ sich Essen und Trinken schmecken. Ein schöner Tag.

 

05. Oktober 2023: Klimaschutzpreis der Westenergie

  • Repair-Café bekommt den 2. Klimapreis

Zur Verleihung des von der Westenergie ausgelobten Klimaschutzpreis
wurden die nominierten Preisträger zu einer kleinen Feier ins Hünxer Rathaus eingeladen.

Das Repair-Café erhielt den 2.Preis und wurde somit für seine Arbeit
in Sachen Nachhaltigkeit gewürdigt.

Udo Schwarz und Hans Alefs nahmen den Preis dankend entgegen um
den Kauf von Spezialwerkzeug und Verbrauchsmaterial zu ermöglichen.

 

02. November 2023: Besuch aus dem Landtag

  •  Besuch aus dem Landtag im Repair-Café Repair

Der Landtagsabgeordnete René Schneider und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Hünxe, Jan-Henrik  Scholte-Reh, haben am 2. November 2023 unser Repair-Café besucht. Die beiden Besucher konnten sich ausgiebig mit unseren Experten über die Arbeit unseres Repair-Cafés ausgetauschen.
Aber auch über Politik, Wirtschaft usw. wurde konstruktiv diskutiert.
Für die hohe Wertschätzung, die wir entgegen nehmen durften, bedanken wir uns sehr.
Ein gemeinsames Essen mit allen Akteuren rundete diesen gelungenen Vormittag ab.

 

 

CHRONIK AB 2024

01. März 2024: Unsere Fundgrube

  •  Auch im Angebot: Unsere Fundgrube

Bitte  hier klicken und Sie gelangen in unsere Fundgrube. Wir möchten uns von Geräten trennen, die uns gespendet wurden, aber im Repair-Café keine Verwendung finden. Außerdem werden hier Geräte angeboten, die leider nicht abgeholt wurden, bzw. wir den Kunden über längere Zeit nicht erreichen konnten. Die Abgabe erfolgt kostenlos während unserer monatlichen Öffnungszeiten. Wenn Sie etwas für unsere Arbeit spenden wollen, freuen wir uns sehr.

25. März 2024: 3D-Druck

  • Neue Möglichkeiten – 3D-Druck

„Unmögliches wird sofort erledigt; Wunder dauern etwas länger.“

Man kann auch sagen, nichts ist unmöglich. Wieder einmal haben wir über einen neuen Kontakt eine Möglichkeit gefunden, Reparaturen vorzunehmen, wenn kleine Ersatzteile im Handel nicht mehr verfügbar sind.

Die Manufaktur „SlotCar 3D“ – Inhaber: Heinrich Hillebrandt – ist in der Lage, mit Hilfe eines 3D-Druckers benötigte Ersatzteile herzustellen. So haben wir in unserem Repair-Café erstmalig ein kleines, im 3D-Verfahren gedrucktes Zahnrad in eine defekte Zitronenpresse eingebaut, und der Vitaminsaft kann wieder fließen.

Heinrich Hillebrandt (Bild) ist Inhaber eines Ingenieurbüros für Planung und Gebäudetechnik und hat sich über sein Hobby „SlotCar-Rennen (Carrerabahn)“ ein weiteres Standbein gebaut. Er freut sich und ist auch ein wenig stolz, uns im Repair-Café durch seine Möglichkeit der Kleinteilefertigung in sonst aussichtslosen Reparaturfällen helfen zu können.

Infos unter www.slotcar-3d.de

Wir sind gespannt, welche Probleme wir jetzt zusätzlich bei unserer Arbeit lösen werden …
Ein paar weitere Infos können den nachfolgenden Bildern entnommen werden. 

Heinrich Hillebrand Inhaber der SlotCar Manufaktur

08. August 2024: On Tour

  • Auch 2024 On Tour

AUSFLUG 2024 – RADTOUR NACH ORSOY UND ZURÜCK

Es war wieder soweit …

Neun rüstige Experten unseres Repair-Cafés starteten am Mittwoch, dem 24. Juli 2024 zur diesjährigen Radtour. Ein leichter Nieselregen am Start konnte den Ehrgeiz der Teilnehmer nicht beeinträchtigen, und so ging es pünktlich gegen 11:00 Uhr los. Die Route führte an den Tenderings-Seen vorbei und durch den Wohnungswald nach Eppinghoven, einem Stadtteil von Dinslaken. Auf der Emscherbrücke konnten wir uns einen Eindruck über die renaturierte Emschermündung verschaffen. Eine Maßnahme gegen die Überflutungen der Vergangenheit. Die Wassermassen hatten zuletzt sogar eine Eisenbahnbrücke über der Emscher beschädigt. Weiter ging es über den Rheindeich nach Walsum zum Fähranleger der Fähre nach Orsoy. Bei mittlerweile herrlichem Sonnenschein schaukelten wir auf die andere Rheinseite. Am Ufer angekommen waren es nur noch wenige Meter bis zu unserer Mittagsrast im Hotel-Gasthof „Mütterlein“. Das Mütterlein bediente uns mit reichlich Speisen (z.B. einer Schippe Dreck) und Getränken. Nach ausgiebiger Stärkung fuhren wir wieder unter Nutzung der Fähre zurück. Die Rückfahrt ging aber durch die schöne Walsumer Rheinaue und dann über die Rahmstraße und den Tenderings- und Waldweg zum Vereinsheim des TVB Bruckhausen. Mit einem kleinen positiven Feedback klang der diesjährige Ausflug gegen 18:30 Uhr aus.

Schade, dass auch in diesem Jahr nicht alle Expertinnen und Experten unseres Cafés aus unterschiedlichen Gründen nicht teilnehmen konnten. Aber es gibt ja auch in Zukunft neue gemeinsame Freizeitaktivitäten.

 

 

27. November 2024: Repair-Café besucht Strommuseum

  • Repair-Café im Strommuseum

ZEITREISE STROM – DAS DEUTSCHE ELEKTRIZITÄTSMUSEUM

Neugierig wie wir nun mal sind, hatten wir uns für den 30.10.2024 für einen Besuch im Deutschen Elektrizitätsmuseum in Recklinghausen angemeldet.

Das Museum befindet sich im alten Umspannwerk Recklinghausen und bietet einen Einblick in die Geschichte der Elektrifizierung.

Neun interessierte Experten unseres Repair-Cafés machten sich also auf den Weg und erreichten fast pünktlich gegen 14:00 Uhr das Foyer des Museums. Freundlich begrüßte uns die Geschäftsführerin, die uns dann auch mit umfangreichen Erläuterungen durch die Exponate der Ausstellung führte.

Die Sammlung alter Elektrogeräte, wie z.B. div. Küchengeräte, Radios, Haarföhne und Computer, weckten bei den meisten von uns Erinnerungen an vergangene Zeiten. Dies lag wohl auch daran, dass unser Altersschnitt  jenseits der 70 Lebensjahre liegt, und wir deshalb den Fortschritt der Technik zumindest seit den 50er Jahren miterlebt haben. Interessant auch die Entwicklung der Telefonie von schwarzen, großen Telefonapparaten mit Wählscheibe bis zu den ersten Handys, die aber auch noch mit Stummelantenne ausgerüstet waren. Überrascht waren wir von einem Waggon einer uralten elektrischen Straßenbahn. Der Fahrer musste damals noch stehen und Richtungswechsel wurde von Hand angezeigt…

Nach mehr als 1 ½ Stunden Information konnten wir uns an einem kleinen Kuchenbuffet und Kaffee noch stärken, bevor es gegen 17:30 Uhr wieder Richtung Heimat ging.

Ein paar Eindrücke liefern die unten stehenden Bilder eines interessanten Tages.

Alle Infos zum Museum bietet dessen Webseite, die mit folgendem Link erreichbar ist: www.zeitreisestrom.de.

 

 

29. November 2024: Rollatoren und andere Gehilfen für das Friedensdorf

  • Rollatoren und andere Gehhilfen für das Friedensdorf
Neue Aktion unseres Repair-Cafés. In Abstimmung mit dem Friedensdorf International, Geschäftsstelle Oberhausen, haben wir in der Presse aufgefordert, uns ausgediente Rollatoren und andere Gehhilfen zu überbringen. Nach Prüfung der Funktionsfähigkeit durch unsere Experten konnten am 21.11.2024 bereits die ersten Hilfsmittel dem Friedensdorf übergeben werden. Sie werden von dort an Bedürftige weitergeben. Die Sammelaktion unseres Repair-Cafés wird bis auf Weiteres fortgesetzt.

 

Dezember 2024: Förderprogramm BMUV

  • Förderprogramm des Bundesumweltministerium (BMUV)
Das Bundesumweltministerium (BMUV) hatte Ende 2024 ein Förderprogramm unter dem Name
„Reparieren statt Wegwerfen“
aufgelegt.
Was lag also näher für uns, als eine Bewerbung für einen Zuschuss unter Beachtung der Förderrichtlinien zu prüfen…Aber die Zeit war knapp, da wir erst Ende Januar 2025 Informationen darüber erlangten und nach späterer Kenntnis die Frist für einen Förderantrag bereits am 23.02.2025 endete.
Außerdem hatten wir Zweifel, ob wir als nicht eingetragener Verein unter dem Dach der Kirchengemeinde in den Genuss der Förder-mittel kommen könnten. Erst weitere Nachfragen und die Erweiterung der Förderberechtigung auch für nicht eingetragene Organisationen führten dann zu unserer Antragstellung. Es war aber bereits „fünf vor zwölf“, denn wir schrieben bereits den 21.02.2025.
Durch schnelle Mitwirkung unseres Pfarrers, Herrn Lipski-Reinhardt, konnten wir nachweisen, dass wir unter dem Dach der Ev. Kirchengemeinde Hünxe auch förderberechtigt waren.
Letztlich einen Tag vor Fristende wurde sodann der Förderantrag rechtswirksam gestellt. Und wir hatten tatsächlich Erfolg und erhielten eine Förderzusage i.H.v. 2.500,00 € für beantragte Investitionen. Unser Repair-Café wurde mit 5 neuen ergonomischen Bürostühlen für die Arbeitsplätze in der Dachwerkstatt ausgestattet. Außerdem erfolgte die Anschaffung eines neuen, schnellen Laptops mit aktuellem Betriebssystem für die organisatorische Abwicklung und die Datenhaltung unserer Tätigkeiten. Das System wurde ergänzt durch einen neuen, netzwerkfähigen Tintenstrahldrucker. Ein hoher Betrag wurde zudem für die Anschaffung eines Gerätetesters verwandt, mit dem wir nun die Sicherheit der von uns reparierten, elektrischen Geräte überprüfen und dokumentieren können.
Durch diese Förderung haben wir eine hervorragende Anerkennung unserer Arbeit erhalten. Das gibt neue Motivation für weitere Aufgaben.

Wir machen weiter unter dem Motto:
„Wegwerfen? Denkste!“

 

     

24. September 2025 Ausflug Bundesverband Rettungshunde

  • Bundesverband Rettungshunde
WIR WAREN WIEDER UNTERWEGS …

Der diesjährige Ausflug unserer Expertinnen und Experten führte uns in die Tester-Berge und zu einem Ziel, das keiner von uns bisher so kennengelernt hatte.

Wir hatten Gelegenheit, das Trainingsgelände des Bundesverbands Rettungshunde e.V. in unseren Tester-Bergen in Hünxe zu besuchen und an einer Führung teilzunehmen. So starteten wir gegen 14:00 Uhr bei trockenem Herbstwetter mit dem Fahrrad in Richtung Bucholtwelmen. Da die Führung erst um 15:00 Uhr beginnen sollte, hatten wir Zeit, noch eine kleine Runde über landwirtschaftliche Wege durch den Bruckhausener Wald zu fahren. Nach ca. 10 km waren wir dann pünktlich am Ziel.

Start

Mit einer ausführlichen Erläuterung der Aktivitäten durch eine kompetente Vertreterin des Vereins begann ein für uns ein sehr interessanter Nachmittag. Unsere Bedenken, von den dort ggfs. stationierten Hunden „beschnüffelt“ zu werden, konnten schnell aus der Welt geschafft werden. Lediglich 2 treue Vierbeiner der Informantin waren stets bei Fuß und durchstreiften mit uns das Gelände.

Wir erfuhren, dass hier am Standort Hünxe keine Staffel beheimatet ist, sondern die über das ganze Bundesgebiet verstreuten Hundestaffeln diesen Standort zur Fortbildung und zum Training besuchen. Selbst die Hundeführer der Polizei nutzen das Gelände für ihre Weiterbildung und die Ausbildung ihrer Tiere. Von hier in Hünxe gesteuert fanden z.B. Einsätze nach der Flutkatastrophe im Ahrtal und dem Erdbeben in der Türkei statt.

Kluges Tier, unser Begleiter

Sehr überrascht waren wir, als wir gesehen haben, welche Möglichkeiten des Trainings das Gelände in den Tester-Bergen bietet. Auf dem ehemaligen Freizeit- und Ausbildungsgelände der Fa. Thyssen befinden sich Areale, die für das Training der Hunde und die Ausbildung der Hundeführer genutzt werden. Trümmergrundstücke, Höhlen, unterirdische Röhren, Wald und Dickicht mit Brennnesseln und Dornen dienen den Hundeführern dazu, die Suchhunde an die unterschiedlichen Begebenheiten in der Rettungs-Praxis zu gewöhnen. Da das Übungsgelände von Privatpersonen nicht mehr als Freizeitanlage genutzt werden kann, ist dies alles allein von außen nicht erkennbar.

Übungsgelände

Trümmergrundstück

Anzumerken ist hier noch, dass der Verein sich überwiegend durch Spenden, auch div. Großspenden finanziert. Unglaublich, was an Mitteln aufgebracht wird, um dieses Gelände und die aufstehenden Gebäude u.a. mit Schulungs- und Schlafräumen in gebrauchsfähigem Zustand zu erhalten.

Gespickt mit reichlich Informationen endete unser Besuch gegen 17:00 Uhr; nicht ohne, dass wir uns mit einer kleinen Spende bei dem Verein bedankten.

INFOS ZUM BUNDESVERBAND HIER:

HUNDE RETTEN MENSCHEN. – BRH BUNDESVERBAND RETTUNGSHUNDE E.V.

Unser Tag war aber noch nicht zu Ende. Mit etwas Gegenwind fuhren wir zurück in unser Heimatdorf Bruckhausen. Im Vereinshaus des Turnvereins Bruckhausen (TVB) am Waldweg erwartete uns ein schmackhaftes Karbonaden-Essen. Das Küchen- und Serviceteam hatte sich gut ins Zeug gelegt, und zufrieden und gesättigt konnten alle den Heimweg antreten.

© Udo Schwarz